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Arbeitsberatungen 17. WP
21.09.2016, 16:34 Uhr | Käte-Tresenreuter-Haus
 
Kriterien für Neuberufung in den LSBB diskutiert
Der Landesseniorenbeirat Berlin kam am 21.09.2016 zur fünften Arbeitsberatung in diesem Jahr zusammen. Auf der Tagesordnung stand unter anderem das Thema "Genehmigung von Krankenfahrten". Zu Gast war Andrea Blechet, Geschäftsbereich Fahrkosten AOK Nordost.
Käte-Tresenreuter-Haus - Auf Wunsch des LSBB Vorstandes referierte Frau Blechet von der AOK Nordost über die "Genehmigung von Krankenfahrten". Die Informationen sollen in die LSBB-Beratungen der Leitlinie 14 der Berliner Seniorenpolitik (https://www.berlin.de/sen/soziales/themen/seniorinnen-und-senioren/leitlinien-seniorenpolitik/gesundheit/) und des Berliner Diskussionsprozesses *Gesundheitsversorgung und Pflege im hohen Alter - 80plus* (https://www.berlin.de/sen/gessoz/80plus/) einfließen. Die Mitglieder des LSBB zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der Anspruchsvoraussetzungen für die Krankenbeförderung und stellten viele Nachfragen, insbesondere wie der betroffene Mensch damit nicht allein gelassen werden könne.

Fazit der Diskussion des LSBB: Es würde helfen, wenn Ärzte Verordnungen per Fax vorab der Krankenkasse schicken. Die gegenwärtig oft erlebte Praxis gehe zu Lasten der Patienten. Die Kassenärztliche Vereinigung sei gefordert, die Möglichkeiten den Ärzten aufzuzeigen und das Praxispersonal zu schulen. Wenn etwas unklar sei, könne dies auch unbürokratisch durch die Praxis per Anruf für den Patienten geklärt werden. Erst Genehmigungen von der Krankenkasse durch den Patienten fordern zu lassen und in Folge Verordnungen in Aussicht zu stellen, sei der falsche Weg. Auch wenn nicht alle Voraussetzungen gegeben seien, könnten Anträge gut begründet gestellt werden.

Die weitere Diskussion im Plenum wurde bestimmt von den Kriterien für die Berufung in den LSBB. Nach dem seit dem 4.08.2016 geltenden Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz ist nunmehr der LSBB verantwortlich für die Erstellung einer Vorschlagsliste aus zwölf Vertreterinnen und Vertretern von Seniorenorganisationen, die von dem für Seniorinnen und Senioren zuständigen Mitglied des Senates für die Dauer der Amtszeit der bezirklichen Seniorenvertretungen berufen werden. Dabei soll darauf geachtet werden, dass die Berufungen die Gesamtheit der gesellschaftlichen Gruppierungen im Seniorenbereich widerspiegeln. (BerlSenG §6 (1)).

Zudem wurde über die künftige Sitzverteilung im Abgeordnetenhaus von Berlin informiert und welche Positionen die gewählten Fraktionen zum Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz im Wahlprogramm vertraten.

Weitere Themen der Arbeitsberatung:
  • Berichte und Informationen des Vorstandes und zum Arbeitsstand der Arbeitsgruppen des LSBB
  • Berichte und Informationen aus der Landesseniorenvertretung Berlin (LSV), den bezirklichen Seniorenvertretungen und den Seniorenorganisationen im LSBB sowie aus der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales