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Gerontologische Salon 17. WP
23.01.2017, 16:00 Uhr | Kulturküche des SPI am Halleschen Ufer 32-38
 
Wahrnehmung der politischen Mitwirkung und Vertretung der Interessen der älteren Menschen in Berlin
Am 23. Februar 2017 fand der 8. Gerontologische Salon als gemeinsame Veranstaltung des Landesseniorenbeirates Berlin (LSBB) und des Sozialpädagogischen Instituts „Walter May“ (SPI) statt.
Kulturküche des SPI am Halleschen Ufer 32-38 - Erneut wandten sich die Veranstalter einem aktuellem Thema zu, das sowohl Senior*innen als auch die in Ausbildung befindlichen Altenpfleger*innen wie auch Mitglieder des Lehrkörpers interessierte. Unter dem Thema „Wahrnehmung der politischen Mitwirkung und Vertretung der Interessen der älteren Menschen in Berlin“ informierte zunächst Dr. Sack, LSBB Vorstandsmitglied über wesentliche Inhalte des novellierten Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes (BerlSenG) und die Seniorenwahl der Vorschlagslisten zur Berufung in die bezirkliche Seniorenvertretung in der Zeit vom 27. bis 31. März 2017.

In Vorbereitung der Veranstaltung konnten sich die Studierenden der gastgebenden Klasse des SPI mit dem Inhalt des BerlSenG vertraut machen. In der regen Diskussion wurde ein breites Spektrum von Fragen aufgeworfen und beantwortet. Dabei ging es u. a. Darum, an Beispielen aufzuzeigen, wie politische Mitwirkung der Senior*innen konkret wahrgenommen werden kann, worin die Informations- und Unterstützungspflicht der Verwaltung gegenüber den Seniorenvertretungen auf Bezirks- und Landesebene besteht und in welcher Weise die Vorbereitung der Seniorenwahl durch die Studierenden zu unterstützen ist.

Die Teilnehmenden begrüßten die Entsendung von Infobriefen zur Seniorenwahl durch die Bezirksämter, weil damit viele Bürger*innen älter als 60 Jahre erstmals über Seniorenmitwirkungsgremien auf Bezirks- und Landesebene erfuhren, durch die gesetzlich verbriefte sozialpolitische Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten gegeben sind. Fand auch die Briefwahl allgemeine Zustimmung, gab es zugleich Kritik am bürokratischen Verfahren. Hinsichtlich der Wahrnehmung des Wahlrechts in den Seniorenheimen verwiesen die Teilnehmenden auf die angespannte personelle Situation bei den Pflegekräften, die den zuätzlich notwendigen zeitlichen Aufwand in der Regel nicht bewältigen können.
Den Gerontologischen Salon moderierten traditionsgemäß zwei Studierende, die dadurch in der Führung einer Diskussionsrunde wertvolle Erfahrungen sammeln konnten. Die liebevoll vorbereiteten „Leckerli“ seitens der verantwortlichen Klasse sind inzwischen nicht nur ein Merkmal für die Kulturküche, sondern auch für die Spezifik des Gerontologischen Salons. Die unmittelbare Zusammenarbeit von erfahrenen Senior*innen mit den in der Ausbildung und im praktischen Einsatz tätigen künftigen Altenpfleger*innen hat sich erneut bewährt. Der LSBB spricht sich deshalb erneut für die Beibehaltung einer berufsbegleitenden Ausbildung aus.

Dr. Klaus Sack, LSBB Vorstandsmitglied

Hintergrund: Die bevorstehende Seniorenwahl bestimmte diesmal die Veranstaltung. 900.000 Seniorinnen und Senioren können dabei ihre Favoriten für die bezirkliche Seniorenvertretung per Wahl vorschlagen: Bis zum 25. März per Briefwahl, ab 27. März 2017 beginnt die Woche für die Direktwahl. Dann ist die Stimmenabgabe in jedem Bezirk an mindestens fünf Terminen möglich. Alle Wahlorte stehen auf der schriftlichen Wahlbenachrichtigung. Ausführliche Informationen: www.ü60.berlin

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